Mit vereinter Kraft voraus

Volksbank Karlsruhe Baden-Baden tritt in Fusionsgespräche mit der Volksbank Pforzheim

Die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, die VR Bank Enz plus und die Volksbank Pforzheim streben eine Bündelung ihrer Kräfte und eine gemeinsame Zukunft an. Die Aufsichtsgremien aller beteiligten Häuser haben hierzu grünes Licht gegeben, und den Vorständen das Mandat zur Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen erteilt. Vorbehaltlich erfolgreicher Verhandlungen und der Zustimmung der jeweiligen Vertreterversammlungen, entstünde damit eine große und leistungsfähige Genossenschaftsbank, deren Geschäftsgebiet sich vom Rheintal bis hinein in den Nordschwarzwald erstreckt.

Alle Vorstände der Häuser sind sich darin einig, dass eine Bündelung der Kräfte die einmalige Chance bietet, das Leistungsangebot unter einem Dach noch breiter aufzustellen, der heimischen Wirtschaft auch bei großen Vorhaben ein noch stärkerer Partner zu sein, und notwendige Investitionen z. B. in Infrastruktur und Digitalisierung viel einfacher zu bewältigen. Alle Häuser kooperieren bereits heute freundschaftlich auf vielen Ebenen und beschreiten diesen Weg aus einer Position substanzieller Stärke und ohne Not.

Gleichzeitig betonen alle Beteiligten, dass die Verwurzelung in der Region, die Nähe zu Mitgliedern und Kunden, und die besonderen genossenschaftlichen Werte, das Fundament der künftigen gemeinsamen Bank sein sollen. Gemeinsames und übergeordnetes Ziel sei es, durch die Bündelung der Kräfte die gemeinsame Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern, und auch als attraktiver regionaler Arbeitgeber der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

In den nächsten Monaten soll nun im Rahmen detaillierter Gespräche und Untersuchungen die Entscheidungsgrundlage für die angestrebte Verschmelzung konkretisiert werden.

Karte

© VR Bank Enz plus eG

Gemeinsame Bank

Die Banken in Zahlen

  Volksbank Karlsruhe
Baden-Baden
VR Bank Enz plus Volksbank Pforzheim Fusionierte Bank
Bilanzsumme 6,40 Mrd. € 1,55 Mrd. € 3,00 Mrd. € 10,95 Mrd. €
Anzahl Mitglieder 82.504 35.652 54.392  
Anzahl Kunden 200.000 65.000 113.000 378.000
Anzahl Filialen 35 11 23 69
Zahl der Mitarbeiter 774 234 442 1.450
Kreditvolumen 4,37 Mrd. € 1,16 Mrd. € 1,97 Mrd. € 7,50 Mrd. €
Gesamteinlagen 4,48 Mrd. € 1,23 Mrd. € 2,13 Mrd. € 7,84 Mrd. €
Betreutes Kundevolumen 11,90 Mrd. € 3,46 Mrd. € 5,72 Mrd. € 21,08 Mrd. €
Eigenmittel 575 Mio. € 146 Mio. € 309 Mio. € 1.030 Mio. €
Gründungsjahr 1858 1907 1868  

Beweggründe

ANDREAS LORENZ | Vorstandsvorsitzender | Volksbank Karlsruhe Baden-Baden

Kundennähe, Regionalität, umfassende Beratungs- und Serviceleistungen, Wertschöpfung vor Ort sowie die Förderung des Mittelstands gehören zum Kern des genossenschaftlichen Bankings. Um dies nachhaltig sicherzustellen, sind Größe und wirtschaftliche Stärke unumgänglich.

ANDREAS LORENZ, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden

JÜRGEN WANKMÜLLER | Vorstandsvorsitzender | VR Bank Enz plus

Wir begrüßen es sehr, dass sich die Kollegen aus Pforzheim uns anschließen wollen. Es wäre eine Partnerschaft dreier gleichberechtigter Partner, die alle aus einer Position der Stärke heraus den Zusammenschluss anstreben. Dies bestätigt uns alle in unserem Leitgedanken einer genossenschaftlichen Ankerbank in der Region.

JÜRGEN WANKMÜLLER, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Enz plus

JÜRGEN ZACHMANN | Vorstandsvorsitzender | Volksbank Pforzheim

Mit dem Zusammenwachsen der Häuser geht eine persönliche gehegte Vision nun in Erfüllung. Durch die Bündelung der Kräfte wird es gelingen, die Herausforderungen von Digitalisierung und Regulatorik leichter zu bewältigen, und die Zukunftsfähigkeit mit vereinten Kräften zu sichern. Gleichzeitig bleibt es bei der regionalen Nähe. Hier sind wir zuhause, hier leben und arbeiten wir – daran ändert sich nichts. Es wächst einfach zusammen, was zusammen gehört.

JÜRGEN ZACHMANN, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Pforzheim

Fragen und Antworten

WIE IST DER STAND DER FUSION UND WAS IST BEREITS ENTSCHIEDEN?

Bei den außerordentlichen Vertreterversammlungen der VR Bank Enz plus (08. November 2021) und Volksbank Karlsruhe Baden-Baden (09. November 2021) stimmten eine überzeugende Mehrheit der jeweils anwesenden Vertreterinnen und Vertreter für eine Verschmelzung beider Häuser.

Damit bündeln die VR Bank Enz plus und die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden im kommenden Jahr mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ihre Kräfte. Die Mitte des Jahres aufgenommenen Fusionsgespräche kommen damit formell zu einem erfolgreichen Abschluss. Durch den Zusammenschluss entsteht eine Genossenschaftsbank mit insgesamt rund 265.000 Kunden sowie einer Bilanzsumme von rund 8 Milliarden Euro. Die Eintragung der Fusion ins Genossenschaftsregister ist für Oktober 2022 vorgesehen, die Zusammenlegung der Bankdaten und der IT-Landschaft folgt Anfang November. Bis dahin bleibt für die Kunden der VR Bank Enz plusalles wie gehabt. Danach jedoch gelten Bankleitzahl und BIC der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden und somit auch neue IBAN-Nummern. Beide Häuser sichern zu, die von einer Umstellung betroffenen Kundinnen und Kunden rechtzeitig und umfassend zu informieren.

„Wir sind sehr zufrieden und dankbar, dass sich 229 Vertreterinnen und Vertreter die Zeit genommen und zur außerordentlichen Vertreterversammlung gekommen sind“, so Jürgen Wankmüller, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Enz plus. „Wir schreiben heute Abend Geschichte. Das Votum der Vertreterinnen und Vertreter entscheidet maßgeblich über die zukünftige Entwicklung der Bank und die Leistungsfähigkeit für die Kunden und Mitglieder.“

„Wir freuen uns über das klare Votum unserer Vertreterinnen und Vertreter. Sie haben damit den Weg frei gemacht für eine zukunftssichere und leistungsstarke Bank entlang der Rheinschiene bis hinein in den Enzkreis. Durch die Verschmelzung sichern wir nachhaltig die Regionalität und die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden. Zudem bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Zukunft mit sicheren und vor allem attraktiven Arbeitsplätzen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, Andreas Lorenz.

In der jetzt beschlossenen Fusion sehen beide Häuser einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zu einem noch leistungsfähigeren Institut. Denn aktuell führt die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden Fusionsgespräche mit der Volksbank Pforzheim. Sollten die Vertreterversammlungen auch diesem Vorhaben im kommenden Frühjahr grünes Licht geben, bündeln die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, die VR Bank Enz plussowie die Volksbank Pforzheim im kommenden Herbst auf einen Schlag die Kräfte zur dann größten genossenschaftlichen Regionalbank in Baden-Württemberg. Damit entstünde eine Bank mit einer Bilanzsumme von rund 11 Milliarden Euro, gut 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 172.000 Mitgliedern und insgesamt 380.000 Kunden.

WIE GEHT ES WEITER?

Im Rahmen der nun folgenden Verhandlungen wird ein Fusionsgutachten erstellt, das die Chancen und Herausforderungen der Fusion aufzeigt. Außerdem wird detailliert erarbeitet, wie die zukünftige gemeinsame Bank organisiert werden kann und wie die angestrebten Vorteile für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter realisiert werden können.

WER ENTSCHEIDET ÜBER DIE FUSION?

Bei einer positiven Bewertung erfolgt die Beschlussfassung über die Fusion durch die Vertreter der beteiligten Häuser. Die Vertreterversammlung der Volksbank Pforzheim findet am 18. Mai statt, die Vertreterversammlung der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden am 19. Mai 2022.